Im Winter werden Angstzustände durch Licht, Schlafmangel und Isolation verstärkt

Der Winter kann sich subtil auf die Stimmungslage auswirken. Kurze Tage, wenig Sonnenlicht und Kälte stören die Systeme, die für die Stimmungsstabilität verantwortlich sind. Das berichtet Real Simple und erklärt, dass saisonale Veränderungen den Serotonin- und Melatoninspiegel, Hormone, die mit Stimmung und Schlaf in Verbindung stehen, direkt beeinflussen können.

Weniger Licht stört den zirkadianen Rhythmus, was die Schlafqualität und die Regenerationsfähigkeit des Körpers beeinträchtigt. Gleichzeitig schränkt die Kälte die Mobilität ein und reduziert soziale Kontakte, die eine wichtige Unterstützung für das Nervensystem darstellen. Infolgedessen treten häufiger Angstgedanken und Gefühle emotionaler Instabilität auf.

Eine der häufigsten Reaktionen im Winter ist der Wunsch, drinnen zu bleiben. Obwohl dies natürlich erscheint, kann ein längerer Aufenthalt in geschlossenen Räumen ohne Tageslicht das Gefühl der Isolation verstärken. Kurze Spaziergänge bei Tageslicht können helfen, den Tagesrhythmus zu stabilisieren und die Stimmung zu verbessern.

Eine weitere Angewohnheit ist die vermehrte Bildschirmzeit. Soziale Medien und Nachrichtenfeeds werden zum Hauptzeitvertreib am Abend, doch ein Informationsüberfluss kann Vergleiche mit anderen und Minderwertigkeitsgefühle hervorrufen, was wiederum die Angst verstärkt.

Schlafstörungen stellen einen weiteren Risikofaktor dar. Ein unregelmäßiger Schlafrhythmus signalisiert dem Körper Stress. Morgens macht sich Erschöpfung breit, die oft mit Koffein kompensiert wird, doch die Überstimulation verstärkt die Nervosität nur noch.

Experten weisen zudem darauf hin, dass aufgrund von Kälte oder Eis vermehrt Pläne abgesagt werden. Das Absage von Treffen und Aktivitäten reduziert soziale Kontakte, was wiederum Ängste verstärken kann. Ein gewohnter Lebensrhythmus trägt zum psychischen Gleichgewicht bei.

Alkohol, der manchmal als Mittel zur Entspannung im Winter angesehen wird, kann langfristig, ebenso wie übermäßiger Koffeinkonsum, den Angstpegel erhöhen.

Bewegung spielt eine wichtige Rolle. Schon leichte Übungen oder Spaziergänge aktivieren natürliche Stressabbaumechanismen. Regelmäßige Aktivität signalisiert dem Körper Sicherheit und fördert die Produktion von Hormonen, die die Stimmung stabilisieren.

Unabhängig davon betonen Experten die Notwendigkeit, sich selbst gegenüber nachsichtiger zu sein. Selbstkritik und überzogene Ansprüche in der kalten Jahreszeit verstärken den Stress nur. Kleine Rituale der Selbstfürsorge – regelmäßiger Schlaf, Licht, Bewegung und der Erhalt sozialer Kontakte – helfen hingegen, das emotionale Gleichgewicht zu bewahren.

Der Winter muss keine Zeit erhöhter Ängste sein. Kleine Veränderungen der täglichen Gewohnheiten können viel zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens beitragen, selbst in den dunkelsten Monaten des Jahres.

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