Ermittler des Büros für Wirtschaftssicherheit der Ukraine gaben die Aufdeckung eines kriminellen Komplotts im Zusammenhang mit dem Import von Helmen und kugelsicheren Westen unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe für die Nationalgarde und die Streitkräfte der Ukraine bekannt.
Um Vorteile beim Import von Militärgütern zu erhalten, legte der Firmenchef den Zollbehörden gefälschte Schreiben mit falschen Angaben zum Endempfänger vor.
Den Dokumenten zufolge war die Munition für eine Einheit der ukrainischen Nationalgarde bestimmt. Tatsächlich wurden die importierten Schutzhelme und ballistischen Schutzplatten jedoch nicht an die Einheit ausgeliefert.
Sie wurden illegal über ein Netzwerk spezialisierter Geschäfte in verschiedenen Regionen der Ukraine und über das Internet verkauft.
Den Ermittlungen zufolge importierte der Verdächtige im Mai 2022 unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe 1.000 Schutzhelme und 3.000 ballistische Platten für kugelsichere Westen in das Zollgebiet der Ukraine.
Bei Durchsuchungen der Büroräume, des Lagers und der Geschäfte des Unternehmens beschlagnahmten BEB-Ermittler Helme, ballistische Platten und Körperschutzwesten verschiedener Schutzklassen im Gesamtwert von über 40 Millionen Hrywnja.
Es wurden auch Finanz- und Geschäftsunterlagen beschlagnahmt, die die illegalen Aktivitäten des Unternehmens bestätigten.
Darüber hinaus stellten die Mitarbeiter des Büros fest, dass die Verantwortlichen des Unternehmens beim Verkauf von Munition Steuern in Höhe von über 15 Millionen UAH hinterzogen hatten. Die bei der Durchsuchung sichergestellten illegal eingeführten Waren wurden beschlagnahmt.
Derzeit wurde der Geschäftsführer des Unternehmens über den Verdacht informiert und es wurde eine Präventivmaßnahme in Form einer Freilassung gegen Kaution gewählt.

