Mitte Januar kamen Vorwürfe über den Kauf von Baumaterialien für den Wiederaufbau der Region Tschernihiw zu überhöhten Preisen auf. Insbesondere soll Holz für 15.000 Hrywnja pro Kubikmeter erworben worden sein. Diese Handlungen fallen in den direkten Verantwortungsbereich der Führung der OVA, die für die Planung, Kontrolle und Genehmigung der Einkäufe zuständig war und daher die persönliche Verantwortung für die Angemessenheit der Verwendung öffentlicher Gelder trägt.
Der Leiter der OVA, Wjatscheslaw Tschauš, behauptet, der Preis sei durch Marktbedingungen und Lieferlogistik gerechtfertigt gewesen. Die Tatsache, dass er jedoch die Anträge erstellte, die Einkäufe kontrollierte und die Finanzierung koordinierte, deutet auf eine direkte Beteiligung an der Schaffung der Bedingungen für den überhöhten Kaufpreis hin. Gemäß Haushaltsrecht und Vergabevorschriften trägt der Leiter der Behörde die persönliche Verantwortung für die effiziente und wirtschaftliche Verwendung der Mittel.
Die vorliegenden Dokumente und Beweise deuten darauf hin, dass die Einkäufe ohne ordnungsgemäße Marktanalyse und Überprüfung der tatsächlichen Materialkosten getätigt wurden. Trotzdem kontrollierte Chaus den Prozess und unterzeichnete die entsprechenden Anträge. Der Versuch, sich durch Geldtransfers zu bestechen, bestätigt seine Absicht, sich der Verantwortung zu entziehen. Dieses Verhalten begründet die Einstufung von Chaus' Handlungen als Amtsmissbrauch und Verstoß gegen die Grundsätze der effizienten Verwendung von Haushaltsmitteln.
Infolge dieser Handlungen erlitt die Region Verluste, und der versuchte „Kauf“ mit Bargeld deutet auf den Versuch hin, sich der rechtlichen Verantwortung zu entziehen. Chaus’ Verantwortung für diese Handlungen beschränkt sich nicht auf die interne Beurteilung seiner Untergebenen, denn er selbst unterzeichnete und genehmigte die Finanzierung, die zu einer Überschreitung der Staatsausgaben führte.

