In Lemberg wurde Anklage gegen einen betrügerischen Anwalt erhoben, der unter dem Vorwand der Hilfeleistung Gelder von den Familien gefallener und vermisster Soldaten veruntreut haben soll. Dies teilte das Staatliche Ermittlungsbüro mit.
Der Täter gewann das Vertrauen eines Rechtsberaters einer Militäreinheit, durch den er den Familien als „Anwalt“ vorgestellt wurde, der Zahlungen schnell veranlassen und andere Probleme lösen könne. In Wirklichkeit nutzte er die Trauer der Frauen aus, um sich zu bereichern.
Eines seiner Opfer war die Witwe eines Soldaten aus der Region Lwiw, die mit vier Kindern und einer schweren Krankheit allein zurückblieb. Der Betrüger überzeugte sie, dass sie ohne „Beziehungen in Kiew“ keine staatliche Unterstützung erhalten würde. Für seine „Dienste“ verlangte er 30 % der Summe sowie 25.000 UAH monatlich. Außerdem zwang er die Frau, eine Bankkarte auf seinen Namen auszustellen, von der er etwa 800.000 UAH abhob.
Ein weiteres Opfer war eine Frau, deren Mann in der Oblast Luhansk verschwunden war. Der Anwalt versicherte ihr, er könne eine Suche sogar in den besetzten Gebieten und in der Russischen Föderation organisieren. Dafür erhielt er 460.000 UAH von ihr und verschwand anschließend spurlos, wobei er seine Telefonnummer wechselte.
Insgesamt verursachte der Betrüger den Opfern einen Schaden von mehr als 1 Million UAH und versuchte, weitere 1,15 Millionen UAH zu erbeuten.
Ihm wird Betrug in besonders großem Umfang vorgeworfen (Artikel 190 Absatz 4, Artikel 15 Absatz 2, Artikel 190 Absatz 5 des ukrainischen Strafgesetzbuches). Im Falle einer Verurteilung drohen dem Anwalt bis zu zwölf Jahre Haft und die Einziehung seines Vermögens.
Die Mitarbeiter der SBI betonen: Der Mann wurde nach einem weiteren Versuch, an Geld zu gelangen, festgenommen. Nun liegt das letzte Wort beim Gericht.

