Russische Truppen haben die Grenze in der Region Sumy durchbrochen

Die Lage an der Front spitzt sich zu: Rund 10.000 ukrainische Soldaten könnten eingekesselt sein, nachdem russische Truppen die Grenze in der Region Sumy durchbrochen haben. Russische Streitkräfte haben Suja, eine elf Kilometer tief im russischen Territorium gelegene Stadt, besetzt, was die Situation für die ukrainischen Verteidiger erheblich verschärft.

Durchbruch der Front und drohende Einkesselung

Russische Truppen überschritten am Freitag die Grenze und rückten von der Region Kursk aus auf ukrainische Stellungen vor. Sudscha, das nach der Offensive im vergangenen Jahr zuvor unter ukrainischer Kontrolle stand, befindet sich nun in der Hand der Besatzer. Dies erschwert die ukrainische Logistik erheblich und könnte zum Verlust von Gebieten in der Region Sumy führen.

Die Gefahr einer Einkesselung ist sehr real. Die Karte des Tiefen Staates zeigt, dass drei Viertel der ukrainischen Streitkräfte in dem Gebiet gefährdet sind. Die Truppen, die sich noch in Grenznähe befinden, haben zwar über einen schmalen, weniger als 500 Meter breiten Korridor Kontakt zu den Hauptstreitkräften, doch russische Drohnen greifen dieses Gebiet aktiv an.

Ukrainische Kommandeure prüfen die Möglichkeit eines Rückzugs, um Verluste zu vermeiden. Ein Unteroffizier sagte gegenüber Journalisten des „Telegraph“, dass das Kommando die Option eines Truppenrückzugs in Betracht ziehe, um Soldatenleben zu retten.

Die Rolle Nordkoreas und die russische Taktik

Berichten zufolge sind zahlreiche nordkoreanische Soldaten an Angriffen auf ukrainische Stellungen beteiligt und helfen den Besatzern so, ukrainische Einheiten von der Versorgung abzuschneiden. Russland setzt Drohnen ein, um die Logistikketten zu unterbrechen, was die Lage für das ukrainische Militär weiter verschärft.

Die Kämpfe dauern in Richtung der Dörfer Nowenky und Basivka sowie in den Gebieten Nowaja und Staraja Sorotschyzja an. Ukrainisches Militärpersonal, darunter Kämpfer der 95. Luftlandebrigade, der 115. Mechanisierten Brigade und des 8. Separaten Spezialkräfteregiments, leistet jedoch weiterhin Widerstand.

Verlust der US-Geheimdiensterkenntnisse und Angriffe auf kritische Infrastrukturen

Der russische Durchbruch fiel zeitlich mit der Entscheidung der USA zusammen, den Austausch von Geheimdienstinformationen mit der Ukraine einzustellen, sagte ein ukrainischer Militärgeheimdienstmitarbeiter. Dies sei ein „völliger Blackout“, der es schwierig mache, russische Angriffe vorherzusagen.

Darüber hinaus verbot US-Präsident Donald Trump amerikanischen Unternehmen die Lieferung von Satellitenbildern an die Ukraine, wodurch der Zugriff auf die Daten von Maxar Technologies abgeschnitten wurde. Dies schwächte Kiews Fähigkeit, russische Truppenbewegungen zu verfolgen und Angriffe auf kritische Infrastruktur vorherzusagen, erheblich.

Infolgedessen startete Russland am Freitag einen massiven Raketenangriff auf ukrainische Gasanlagen sowie Angriffe auf Charkiw, Slowjansk, Kramatorsk, Odessa und Ternopil. Polen sah sich gezwungen, seine Kampfflugzeuge in die Luft zu schicken und sein Luftverteidigungssystem in Alarmbereitschaft zu versetzen.

Verhandlungen und die Aussicht auf einen Waffenstillstand

Angesichts der Eskalation der Kampfhandlungen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Bereitschaft zu einem teilweisen Waffenstillstand erklärt, der auch eine Einstellung der Luftangriffe und der Angriffe auf kritische Infrastrukturen umfassen könnte. Er stellte diese Initiative auf einem EU-Gipfel in Brüssel vor.

Nächste Woche treffen sich hochrangige ukrainische und amerikanische Beamte in Saudi-Arabien, um über einen möglichen Gefangenenaustausch und weitere Maßnahmen im Krieg zu beraten.

Ukrainische Militärvertreter geben jedoch an, dass die Aussetzung des Geheimdienstaustauschs und die Kürzungen der US-Militärhilfe die Lage an der Front bereits erheblich beeinträchtigt haben. Ein Soldat sagte: „Nach allem, was Trump getan hat, fühlen wir uns im Stich gelassen.“.

Gleichzeitig führt die Erwärmung zu verstärkten Kämpfen, was die Situation in den kommenden Wochen noch weiter verkomplizieren könnte.

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