Von schlechter Laune bis zu Herzerkrankungen: Was Schlafmangel mit dem Körper anrichtet

Schlafmangel beeinträchtigt den Körper weit mehr als nur Müdigkeit. Chronischer Schlafentzug kann die Stimmungslage verändern, die Leistungsfähigkeit mindern, das Immunsystem schwächen und das Risiko schwerer Erkrankungen erhöhen.

Experten betonen, dass Schlaf für die Regeneration des Körpers, eine stabile Gehirnfunktion und die allgemeine Gesundheit von entscheidender Bedeutung ist. Wenn jemand systematisch zu wenig schläft, summieren sich die Folgen allmählich und können sowohl die körperliche als auch die geistige Gesundheit beeinträchtigen.

Eines der ersten Anzeichen von Schlafmangel sind Stimmungsschwankungen. Betroffene können sich gereizt, emotional instabil oder depressiv fühlen. Schlafmangel beeinträchtigt direkt die Hirnregionen, die für die Emotionsregulation zuständig sind, und erhöht somit das Risiko für Angstzustände und Depressionen.

Eine weitere häufige Folge ist Gewichtszunahme. Schlafmangel stört das Gleichgewicht der Hormone, die Appetit und Blutzuckerspiegel regulieren. Dadurch entstehen Heißhungerattacken auf kalorienreiche Lebensmittel und übermäßiges Essen, und es wird schwieriger, die Ernährung zu kontrollieren.

Schlafmangel verhindert zudem die vollständige Regeneration des Körpers. Im Schlaf wird das Immunsystem aktiviert und bekämpft Viren und Entzündungsprozesse. Wer zu wenig schläft, wird häufiger krank, erholt sich langsamer und infiziert sich leichter.

Auch die kognitiven Funktionen unterliegen gravierenden Veränderungen. Im Schlaf verarbeitet und festigt das Gehirn die tagsüber aufgenommenen Informationen. Wird dieser Prozess gestört, verschlechtern sich Gedächtnis, Lernfähigkeit und Denkgeschwindigkeit.

Ein weiteres Problem ist die verminderte Konzentrationsfähigkeit. Routineaufgaben erfordern mehr Anstrengung, die Fehlerquote steigt, und das Fahren unter Schlafmangel wird gefährlich. Vom Risiko her ist diese Situation vergleichbar mit dem Fahren unter Alkoholeinfluss.

Langfristig führt chronischer Schlafmangel zu erhöhtem Blutdruck sowie einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Herzinfarkt. Experten warnen davor, dass regelmäßiger Schlafmangel die Lebenserwartung verkürzen kann.

Um die Schlafqualität zu verbessern, empfiehlt es sich, mit einfachen Maßnahmen zu beginnen: Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre im Schlafzimmer, halten Sie einen regelmäßigen Schlafrhythmus ein, reduzieren Sie den Konsum von Alkohol und Koffein und vermeiden Sie Überanstrengung vor dem Schlafengehen. Bei anhaltenden Schlafproblemen ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren, um Rat und geeignete Lösungen zu finden.

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