Am Mittwoch, dem 20. August, gedenken orthodoxe Christen nach dem neuen Kalender des Propheten Samuel, des letzten Richters Israels, der für seine Treue zu Gott und seine Weisheit bekannt war. Im Volkskalender hat dieser Tag eine besondere Bedeutung, und Zeichen kündigen den kommenden Herbst und Winter an.
Welcher Feiertag wird in der Kirche gefeiert?
Nach dem neuen Stil wird der 20. August wie folgt gefeiert:
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der Prophet Samuel (1146 v. Chr.);
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der heilige Märtyrer Severus;
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Märtyrer Memnon und 37 weitere Märtyrer mit ihm.
Nach altem Stil (2. September) werden an diesem Tag die beiden Heiligen Pimen von Kiew-Petschersk geehrt.
Samuel war von Kindheit an Gott geweiht, empfing mit zwölf Jahren seine erste Offenbarung und wurde im Erwachsenenalter zum geistlichen und politischen Führer Israels. Er war es, der David, den späteren biblischen König, zum König segnete.
Traditionen und Verbote
Die Bevölkerung nannte den Tag Samoilov und betrachtete ihn als Männerfeiertag. Es war üblich, zu Ehren der Männer einen reich gedeckten Tisch zu decken, dessen Hauptgericht gebratene Kartoffeln mit Pilzen waren – ein Symbol für die Ernte und einen wohlgenährten Winter.
Sie glaubten auch, dass es sich an diesem Tag lohne, etwas zu wünschen: Alles, was sie geplant hatten, würde in Erfüllung gehen.
Gebete an den Propheten Samuel helfen beim Lernen, bei der Beilegung von Streitigkeiten und, im Falle von Männern, bei der Erhaltung der Gesundheit.
An diesem Tag nicht empfehlenswert:
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streiten, fluchen, eifersüchtig sein oder Hilfe verweigern;
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heiraten und eine Hochzeit planen;
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Neue Bekanntschaften machen (eine Ausnahme bilden Mädchen, denen das Schicksal eine günstige Begegnung bescheren kann).
Volksglaube am 20. August
Traditionell beobachteten die Menschen an diesem Tag aufmerksam die Natur:
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hohe Wolken - klares Wetter, tiefe Wolken - Regen;
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die Sonne im Nebel - bis zu anhaltenden Niederschlägen;
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viel Eberesche – der Herbst wird feucht sein, aber die Haferernte im nächsten Jahr wird erfolgreich ausfallen;
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Die Mäuse graben eifrig Löcher auf dem Feld – der Winter wird hart werden;
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Die Kraniche fliegen hoch – der Herbst wird lang und warm.

